Meine Ernährung / My Nutrition

Meine Ernährung? Die ist eigentlich ganz simpel: Ich esse, wenn ich hunger habe und ich höre auf, sobald ich satt bin. Was ich esse? Alles. Verzichten? Nicht mehr. Schlechtes Gewissen? Nicht mehr. Freude? Oh ja. Genuss? Na klar! Schokolade? Nichts lieber als das. Salat? Liebe ich. Intuitiv? Unbedingt. – Das ist eine Zusammenfassung von dem, was euch als nächstes in diesem Artikel erwartet. Denkt daran, dass das was ich sage, NICHT nachgemacht werden muss. Jeder muss seinen eigenen Weg und seine eigene Balance finden.

Viele von euch fragen mich immer wieder nach meiner Ernährung, weshalb ich mir gedacht habe, einen Beitrag darüber zu schreiben. Bevor ich aber loslege, möchte ich nochmals erwähnen, dass ich nicht mehr so unbeschwert esse wie früher vor meinem Fitnesswahn. Doch was heisst unbeschwert? Unbeschwert bedeutet für mich ganz einfach, dass man einfach isst. Ohne etwas zu überlegen, ausser der Gedanke worauf man als nächstes Lust hätte. Unbeschwert meint, dass man im Vornherein nichts kalkuliert und im Nachhinein nichts bereut. Man denkt nicht nach, man isst und geniesst. Ja, so sah meine Ernährung vorher aus..

.. bis der Fitness- Trend begonnen hat und meine gesamte Ernährung umgekrempelt hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nie richtig bewusst, wie unausgewogen ich mich zum Teil ernährte. Also fing ich an, mich im Internet über gesunde und ungesunde Lebensmittel und Ernährungsweisen  zu informieren. Doch wie so viele wusste ich nicht, wie viel von was gesund ist und wo es beginnt, ungesund zu werden. Weil mich die Informationen mehr verwirrten als halfen, fing ich an, einfach alles von meinem Ernährungsplan zu streichen, was gemäss der Mehrheit meiner Quellen als ungesund und für eine Gewichtsabnahme ungeeignet bezeichnet wurde. So kam es, dass ich mich schlussendlich mehrheitlich kohlenhydratarm ernährte. Dies führte wie schon oft in anderen Blog Beiträgen von mir beschrieben zu Essanfällen. Wie es dazu kommt könnt ihr übrigens unter Heisshunger? Fressattacken? Teil 1 und der Fortsetzung Heisshunger? Fressattacken? Teil 2 lesen.

Irgendwann kam der Punkt, an dem diese Essanfälle immer mehr wurden und ich für mich entschieden hatte, so nicht mehr weiter zu machen. Doch wusste ich nicht, was ich genau ändern sollte oder wo der Ursprung meines verrückten Essverhaltens lag. Während ich unter starken Stimmungsschwankungen litt, versuchte ich, alles bis aufs Detail zu analysieren. Wie konnte es nur so weit kommen? Wieso habe ich so ein gestörtes Selbstbild von mir? Wieso sehe ich mich heute dünn und morgen schon nicht mehr? Wieso bin ich ständig müde und ausgelaugt? Wieso habe ich das unbändige Verlangen nach Schokolade, um dann enttäuscht festzustellen, dass die Lust nach Schokolade nie gestillt sein wird? Wieso esse ich immer mehr, auch wenn ich keinen Hunger habe?

Dabei müsst ihr wissen, dass noch vor zwei Jahren niemand auf Instagram & Co. über solche Essanfälle berichtete. Ich fühlte mich ausserordentlich alleine mit diesem Problem. Mit jeder neuen Diät versuchte ich, diese durch die Essanfällen verursachten Pfunde loszuwerden.. doch die Essanfälle wurden schlimmer und kamen häufiger als erwünscht. Also kaufte ich mir auf Empfehlung Das Buch „Intuitiv Abnehmen“ und versuchte alles, was dort drin stand zu verinnerlichen und umsetzen. Ich weiss, ich habe es schon hundertmal erwähnt und empfohlen, aber dieses Buch öffnet einem einfach die Augen!

Ich habe mir selbst vor 1.5 Jahren versprochen, alles dafür zu tun, um wieder unbeschwert essen zu können. Klar ging das nicht von heute auf morgen und ja, auch mich holt die Vergangenheit manchmal wieder ein und das schlechte Gewissen oder die Verzicht- Gedanken klopfen auch bei mir hin und wieder an. Aber wisst ihr was? Es liegt in eurer Hand, ob ihr diese zulässt oder nicht. Immer und immer wieder musste ich meine Diät- Gewohnheiten absetzen und mir Mühe geben, einfach alles zu essen. MAN DARF ALLES ESSEN! Also ja, ich esse heute tatsächlich alles, egal ob gesunde oder ungesunde Kohlenhydrate, gesunde oder ungesunde Fette oder Süssigkeiten und Schokolade spät Abends. Ich habe keine Angst mehr vor Lebensmitteln. Wie oft ich ungesund esse?

Na, was bedeutet für euch ungesund? Schokolade? Weizen? Zucker? Sagen wir es so: Um keinen Streit mit meiner Mama anzuzetteln und um kein Date mit Freundinnen zu verpassen, esse ich einfach das, was es gibt oder das, worauf ich Lust habe. Ich achte immer noch auf meine Ernährung aber nur, weil ich möglichst lange leben möchte 🙂 und weil es mir ganz ehrlich einfach schmeckt. Ich bevorzuge zuhause wie auch ausserhalb Vollkorn- und Dinkelprodukte, wenn es aber nicht anders geht, dann esse ich auch einen Teller Pasta aus weissen Nudeln. Ich liebe Gemüse, Früchte und Salat und könnte wirklich 5x die Woche Salat essen, aber bei mir schrumpft der Bizeps nicht, weil ich alles mögliche in einen Salat mache, hihi. Ich habe zwar keine Unverträglichkeiten oder Allergien, esse aber trotzdem nicht mehr so viel Fleisch- und Milchprodukte, weil mir die Tiere leid tun. Ich esse Kohlenhydrate auch abends, weil es meinem Körper egal ist, wann ich diese zu mir nehme. Ich esse nicht weniger, wenn ich keinen Sport mache und auch nicht sonderlich mehr, wenn ich Sport mache. Ich esse fast jeden Tag ein Stück Schokolade, weil ich Schokolade einfach liebe und ich nicht ohne kann. Aber wisst ihr was? Schokolade war mein grösstes Suchtmittel während der Essstörung und war deshalb auch meine grösste Angst, weil ich wusste, wie es enden konnte sobald ich mal anfing. Seit ich mir Schokolade gönne, wann und wo ich will, wurden die Essanfälle immer weniger. Ja, ich achte wirklich auf eine gesunde Ernährung aber ich stresse mich nicht mehr, wenn ich jeden Tag die Lebensmittel esse, vor denen ich einmal Angst hatte. Diese Angst muss man Stück für Stück, Tag für Tag überwinden.

Aus Langeweile oder aus Frust zu essen finde ich eher ungesund, da Essen eigentlich nur da sein sollte, um dem Körper Energie zuzuführen. Aber da schmeisse ich ehrlich gesagt alle Prinzipien über Bord, weil dieser Grundsatz einfach unmöglich ist. Das heisst, auch ich esse gerne in Gesellschaft mehr oder anders und gerne, wenn ich mit meinem Freund einen TV- Abend habe, egal ob ich Hunger habe oder ob es Lust ist. Ich kann aber im Gegensatz zu früher auch ganz einfach verzichten, während andere haufenweise Chips und Schokolade vor dem TV futtern.

Wo ich aber wirklich streng mit mir geworden bin, ist es beim Sättigungsgefühl. Am Anfang war es mega schwierig für mich, auf mein Sättigungsgefühl zu hören, weil ich essen konnte wie viel ich wollte, ich war nie satt. Aber das kann oft auch daran liegen, dass man unbewusst ist, also das Essen nicht richtig wahrnimmt oder weil man sehr schnell ist und das Sättigungsgefühl erst nach 20 Minuten eintritt. Deshalb empfehle ich jedem, langsam und sehr bewusst zu essen, also kein TV und keine Zeitschrift nebenan haben. Dieses Thema ist sehr schwierig, da es bei jedem individuell verlauft. Ich würde aber empfehlen, einfach mal auszuprobieren: Esst mal mehr, mal weniger aber versucht immer mind. 20min zu warten und schaut dann, ob sich das Sättigungsgefühl erkennbar macht.

Grundsätzlich esse ich wirklich alles, was mir schmeckt, egal wie die Nährstoff- Zusammensetzung ist. Deshalb kann ich euch keinen Plan angeben, denn ich esse intuitiv und würde es jedem empfehlen dies gleich zu tun. Wenn es Lasagne als Abendbrot gibt, dann mache ich kein Drama mehr draus. Wenn es 3x die Woche Pasta gibt beschäftigt es mich nicht mehr so wie früher. Wenn es Momente gibt, die mir Angst machen, dann konfrontiere ich meine Angst und bin stärker als sie.

Ihr müsst euren Weg und eure Balance finden unabhängig davon was andere euch sagen oder andere tun. Ihr lebt schliesslich euer Leben.

Und weil ich schon öfters danach gefragt wurde, meine Lieblingssüssigkeiten sind:
1. M&M’s
2. Kinder bueno oder besser gesagt Kinder Schokolade allgemein 😀 <3
3. Toffiffee
4. Beeren umhüllt mit Schokolade
5. Schokolade mit Nüssen

Wie ihr seht, ist Schokolade meine Lieblingssünde hihi. Ich mag auch Chips und Kekse, aber Schokolade (vor allem dunkle Schokolade) mag ich am liebsten. Aber hey, Salat mag ich genauso gern! Auf die Balance kommt es an.

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Location: Jack&Jo Europaallee
Fotografie: fashionofzurich

 

Ernährung / Nutrition

Ernährung / Nutrition

Ernährung / Nutrition

Ernährung / Nutrition

Many of you keep asking me what my nutrition looks like. That’s why I thought to write a blogpost about it. But before I start, I have to admit, that I don’t eat as carefree as I did before I started my fitness journey. But what means eating carefree? For me it means that you eat whatever and whenever you want.. without counting calories before and without regretting anything afterwards. You don’t think about it, you eat and enjoy your meal. Yes, that’s what my nutrition looked like.

.. until I started my fitness journey. I changed my eating habits completely. Until this point in time I was never really aware about how unbalanced my nutrition was. I started to read fitness magazines and searched informations about healthy nutrition on the internet. But those informations confused me. What means healthy and what is unhealthy? To play it safe I started to remove every food from my nutrition plan, which was designated unsuitable for weight loss according to the majority of my sources. And so it happened that I began to eat low carb. This led to cravings and binge- eating as I described often in my other blogposts.

Then I reached the point where I binged more and more, nearly everyday. That’s why I decided to stop it once and for all. The problem was, I didn’t know what I had to change and where my weird eating problem came from. While I was suffering from mood swings I tried to analyze everything. But how did it come to this? Why did I have such an distorted self-image? Why do I see myself thin today and tomorrow not any more? Why did I have this expressed desire for chocolate and why did I have to recognize that my desire would never have been satisfied? Why did I eat more and more although I wasn’t hungry?

You have to know that 2 years ago nobody spoke about these things on social media like Instagram. I felt lonely. With every new diet beginning I hoped to lose all this gained weight again. But the bingeing got worse every day. So I bought the book called „intuitive eating“. I started to read this book and I suddenly felt much better. This book helped me to understand my behaviour. I no longer felt like an unstoppable eating monster because this book told me it wasn’t my fault.

So this was 1.5 years ago. I promised myself to solve my problem and today I’m feeling good. But it wasn’t easy at all. The past catched up with me and sometimes the bad conscience and the urge for renunciation were knocking at my door. But you know what? It’s up to you if you allow this or not. I had to try hard to put this negative thoughts away and to allow myself to eat everything I want to. YOU ARE ALLOWED TO EAT EVERYTHING YOU WANT! In fact, I’m able to eat everything again, yes. I don’t care if there are carbs in the evening or if the carbs are good or bad carbs. Food is food. I’m not fearing it anymore. How often I treat myself? Whenever I want to.

But what does unhealty mean? Is it chocolate? Wheat? Sugar? Let me tell you something: I didn’t want to argue with my mother about what to eat for lunch or for dinner anymore. I didn’t want to miss a dinner apointment with my friends anymore. I eat what my mother cooks and what the restaurant offers me. When I’m craving pizza, I don’t forbid myself pizza, I eat it.

I still take care of my nutrition but only because I want to live a long and happy life 🙂 and because I enjoy eating healthy food. I prefer the whole wheat version of pasta but if in a certain situations it isn’t possible, I eat the „normal“ pasta too. I love vegetables as I love fruits and salads. Yes, I could eat a salad like 5 times per week.

But I enjoy eating chocolate nearly everyday. Since I allow myself to eat chocolate whenever I’m craving it, the quantity of binges decreased a lot. Well, I don’t even remember when my last binge was! Chocolate was my fear food number one because once I ate one piece of it, I couldn’t stop. Only because I take care of my nutrition it doesn’t mean I stress myself. The only difference is, I don’t fear food anymore. When I can do it, you can do it too. You have to overcome your fears. Day per day. Work for it.

Eating because you’re actually sad or depressed or just bored in front of the tv isn’t good, but to be honest.. everybody does that. I enjoy eating when I’m with my boyfriend watching a film as I need chocolate when I’m feeling low.

But one thing is very important to me and that is the feeling of satiety. At the beginning it was so difficult to me to take notice of this feeling, because I could have eaten whatever I wanted, I never felt full. But this can be because we often don’t eat slowly and deliberately. Did you know that this feeling comes after 20 minutes you’re eating? That’s why I recommend you to eat slowly and without doing anything besides like watching tv or reading a magazine. It’s not easy I know but it’s absolutely necessary to perceive the food consciously.

To sum it up I can say that I really enjoy eating food again and that’s because I eat everything I want. That’s why I can’t give you a plan. I eat intuitive and I can recommend this to everyone. When my mother cooks lasagne in the evening, I don’t care about the nutrition facts anymore. When there are moments who frighten me I simply overcome this fear. You have to find your balance and your way no matter what others say or show you on social media. You live your life the way you want. Okay? 🙂 <3

5 Kommentare

  1. Ich finde du machst das genau richtig und du hast hier wieder nen ganz tollen Beitrag verfasst 🙂 !! Lg Julia

    1. danke dir liebes! :-*

  2. tolle bilder <3 so schön! <3

    1. danke! 🙂 <3

  3. Liebe Sara

    Das hast du sehr schön und absolut treffend gesagt!! Denn genau so ist es! Ich wünschte manchmal, mehr Menschen würden so denken..

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