body positivity: more than self-love

Body positivity here, body positivity there. Everyone is currently talking about this great movement. Finally. I’m so happy that it gets more and more attention. And.. In so many Swiss news papers journalists talk about me as if I was the representative of this movement in Switzerland but nobody knows that I stopped using the hashtag #bodypositivity a while ago.

What? Aren’t you „body positive“ anymore? Well, of course I am. I’m all for feeling confident about the own body, loving yourself and fight for more tolerance and love for ALL bodies. But this time I prefer listening to others rather than being on the centre of attention when it comes to body positivity.

A few weeks ago I wrote a little something about body positivity and yet I know that soooo many of you still don’t know all the aspects of body positivity. No wonder, I didn’t neither. I always believed body positivity would mean feeling good about the own body and loving yourself but it is so much more than this. So many activists got very angry the past months and I can really understand why. If you check the pictures posted with the hashtags #bodypositivity and #bodypositive you don’t only find fat and curvy people but also many thin and trained bodies which use the hashtag #fitspo (fitness inspiration) under the same picture. Aren’t they allowed to post in the name of body positive? Well, of course you can’t forbid anyone to post. But we, who are already privileged because we are white, thin (I don’t talk about belly rolls, cellulite, etc. because in contrast to many fat people, people with my shape are still thin) and cisgender are over represented in the media. Who isn’t? People of color, fat people, disabled people, transsexual people, homosexual people.

Of course this doesn’t mean that we don’t get bullied, discriminated or shamed. Au contraire! But in contrast to all the marginalized people we see people like me everywhere in the media no matter if in movies, in advertisement or in magazines. And it’s not only about representation of marginalized people, it’s about respect, tolerance and human rights too. Guess who misses out when it comes to all this? Right, marginalized people I named above.

Instagram is such a great platform which helped to give body positivity a lot of attention and that’s great. But when it comes to representation, we, the privileged ones, should try to listen to those people rather than getting attention for this topic. This time it’s not about us, it’s about them. Because they deserve it to finally be listened, seen and celebrated. And because I care much about this, I did a Youtube video.

Body positivity hier, body positivity da. Ich habe das Gefühl, dass diese immens tolle Bewegung momentan in aller Munde ist, was mich natürlich sehr freut. Endlich. In vielen Schweizer Zeitungen werde ich als Aushängeschild für die Schweizer body positivity- Szene gesehen und doch poste ich schon länger nicht mehr unter diesem Hashtag.

Hä? Bin ich etwa denn nicht mehr „body positive“? Doch, doch. Aber ich lasse anderen den Vortritt. 

Vor ein paar Wochen bin ich hier am Blog schon etwas näher auf den Begriff body positivity eingegangen und doch weiss ich, dass viele immer noch nicht alle Aspekte von body positivity kennen. Kein Wunder, mir ging es nicht anders. Ich dachte immer, dass es vorwiegend um das eigene positive Körpergefühl geht und dass man sich wohl fühlt im Körper. Dass das eine politische Bewegung ist und sich mittlerweile viele Aktivistinnen nur noch aufregen, musste ich in den letzten Wochen auch lernen. Denn wenn man nach Bildern unter den Hashtags #bodypositivity und #bodypositive sucht, findet man nicht nur füllige oder kurvige Frauen und Männer sondern je länger je mehr auch total schlanke und durchtrainierte Männer und Frauen, die unter demselben Foto den Hashtag #fitspo (Fitness Inspiration) setzen. Dürfen denn die unter dem Hashtag posten? Natürlich. Wieso sollte man es verbieten? Doch ich kann total gut nachvollziehen, wieso sich die, die den Hashtag zum Leben erweckt haben, sich nun aufregen. Wir, die privilegierten, werden schon überall repräsentiert. Klar, sieht man Speckröllchen, Cellulitis, Pickel und „etwas“ füllige Frauen immer noch viel zu selten in den Medien aber im Vergleich zu den wirklich dicken Menschen, den Schwarzen, den Transsexuellen, den Homosexuellen und den Menschen mit Behinderung.. sind wir, die schlanken, weissen, Cisgender (Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem Geburtsgeschlecht übereinstimmt) einfach privilegiert. Das heisst nicht, dass wir keine Probleme haben, ausgegrenzt oder beleidigt werden. Im Gegenteil. Aber im Vergleich zu den oben genannten sieht man unseren Typ Mensch überall in den Medien, egal ob im Film, in der Werbung oder in Magazinen. Es geht aber um so viel mehr. Es geht um Respekt, Toleranz und Grundrechte von allen Menschen und da kommen die oben genannten nunmal leider zu kurz.

Instagram ist so ein tolles Medium und hat diese Bewegung echt ins Rollen gebracht und das ist toll. Doch genau wenn es um das Thema Repräsentation geht, sollten wir, die nicht aufgrund unseren Körpers diskriminiert oder ungerecht behandelt werden, den anderen den Vortritt lassen. Sie verdienen es nämlich, endlich auch mal gehört, gesehen und gefeiert zu werden. Und weil mir das so am Herzen lag, bin ich in einem Youtube Video näher drauf eingegangen.

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