narrow minded thinking l kleinkariertes Denken

This post is for all people who are tired of being judged and tired of seeing people being judged.

While I was choosing a new outfit at the Esprit Store in Zurich I was also thinking about what I could write in this post. I’m working with Esprit this year and that’s why I can choose one outfit per month. But I don’t like to write about random things without meaning so that I always try to pick outfits that suit my thoughts. Well my brainstorming didn’t take much time because when I saw that red blouse, it reminded me of something I had to face the past few weeks: narrow minded thinking. I guess y’all know what I went through the past weeks: the media talking about me as if I was a really bad teacher. 

Teacher posts bikini pictures on Instagram. Is she even allowed to? 

As I told you before, I’m not going to let all this take too much space in my life and that’s why I’m not going to talk about this specific thing because to be honest I just want to focus on the good things in my life. But what I can’t stand is definitely narrow minded thinking and all this media thing reminded me of it over and over again. While I was reading some online comments about me – the bad teacher you know – I felt like I was back in Middle Ages. Crazy. I mean when it comes to them, teachers aren’t allowed to have a private life and if yes, then it’s society which decides how they have to organize their private life.

Narrow minded thinking.

I don’t know how about you but I’d rather do something good for our world than trying to judge and bringe people down. I would invest my energy in doing something positive. Make someone smile or laugh. Be there for someone who needs me. Well.. I have many ideas how to convert all the negative energy into a positive one.

Instead of telling a woman how she has to look like, we simply could trust her and let her be the way she wants to because deep inside she would perfeclty know what she wants but if society keeps telling her over and over again what’s „best“ for her she will never find it out. Why should we point our fingers on women which decide to have visible muscles? Are they less of a woman? Or is a woman who decides not to shave her legs deep inside a man? Is a woman less worthy if she shows herself confident and sexy by showing skin? I mean, if a man shows skin it’s perfectly okay because nobody would slut shame a man, nobody would tell him he’s immodest, right? Except he hasn’t visible abs, then he’d better not post a half- naked picture. Because a man with a belly is a No- Go and now that we’re talking about No- Go’s: A man should never show feelings and emotions unless it has a romantic meaning but crying? Please, no! We don’t want to have „soft“ men in our society. Talking about soft comes something else in my mind: The skin of a woman after pregnancy. How could she dare to not transform her body back into „before- pregnancy“?!  I always thought women have enough time besides being mommy and housewife to work out and look perfect?

Oh well…

To write all this wasn’t easy for me to be honest because I can try as hard as I want, all this negative energy doesn’t want to make its way to my mind although I’m surrounded by it. Nowadays there are still so many people who believe that they have to lecture other people about how they have to live, what they have to eat, how much fitness they have to practice, what they better not wear (like only thin people are allowed to wear leggings) and what they have to do in their free time (like teacher who don’t have to post pictures of themselves)..

well the list is endless. But you know what? Live your live the way you want and try not to listen to narrow minded people who try to tear you down.. People who have zero tolerance. Life’s to short for this. We’d rather listen to people and try to understand others instead of judging without knowing anything about a person.

Now I would love to know what gets you mad? Maybe you never had the chance to tell those people who hurt you by judging you. Here you can tell me everything you want. Which prejudices make you crazy? I’m curious and you have to know that I’ll do anything to fight against them. I can’t stand prejudices

P.s If you scroll down for the pictures you see that I have hairy legs. I’m such a man! 🙂 haha.

 

xoxo, Morena

Als ich für diesen Blogpost das Outfit im Esprit Store in Zürich aussuchen gehen konnte, habe ich mir überlegt, was ich passendes schreiben könnte. Es ist so, dass ich dieses Jahr Esprit als festen Kooperationspartner habe und euch mit meinen Posts ihre Mode näher bringen darf. Nur, einfach bloss Bilder mit ihren Outfits posten, möchte ich nicht und deshalb überlege ich mir immer wieder, was mir auf dem Herzen liegt bzw. über was ich schreiben könnte, um meine Reichweite auch sinnvoll auszunutzen. Lange musste ich dieses Mal nicht überlegen, denn meine Outfit Wahl erinnerte mich an das kleinkarierte Denken unserer Gesellschaft, denn wer erinnert sich noch an die Wahnsinns Schlagzeile:

 Lehrerin postet Bikini Bilder auf Instagram! Darf sie das? 

Ich hatte ja gesagt, ich werde auf diesen Medienrummel nicht gross eingehen, einfach weil ich neben meinem Lehrerberuf und dem Blog einfach nicht die nötige Energie habe, mich auf Negatives zu konzentrieren. Wenn mir aber etwas gehörig auf den Keks geht, dann ist es kleinkariertes Denken und genau das habe ich in den zwei Wochen Medienrummel um mich erlebt.  Ich habe vieles über mich im Netz gelesen und sehr vieles davon hat mich echt erschreckt. Beim Lesen gewisser Kommentare habe ich gedacht, ich hätte eine Zeitreise ins Mittelalter gemacht. Schliesslich darf eine Lehrperson keine Freizeit haben und wenn doch, dann entscheidet die Gesellschaft, was sie in der wenigen Freizeit, die sie hat, anstellt. So richtig kleinkariert. Wenn ihr euch nichts genaueres unter ‚kleinkariert‘ vorstellen könnt, obwohl ihr dieses Wort schon oft gehört habt, dann habe ich passende Synonyme für euch: engstirnig, spiessig, nicht weltoffen. Fällt euch sonst auch noch eines ein? 🙂

Anstatt einem Menschen zu sagen, was er oder sie in ihrem Privatleben zu tun und zu lassen hat, würde man die Energie lieber dafür investieren, der Welt, den Menschen was gutes zu tun. Etwas positives bewirken. Jemanden zum Lächeln bringen. Für jemanden da sein. Ach, ich hätte so viele Ideen, um die negative Energie in positive umzuwandeln.

Anstatt einer Frau zu sagen, wie sie auszusehen hat, könnte man ihr einfach vertrauen und sie so sein lassen, wie sie möchte denn tief in ihrem Innern weiss sie, was sie möchte. Wir müssen einfach aufhören, ihr immer einzureden, was sie zu tun und zu lassen hat. Wieso muss man mit dem Finger auf Frauen zeigen, die Muskeln haben? Sind sie deshalb weniger Frau? Oder ist eine Frau, die sich bewusst dafür entscheidet, ihre Beine nicht zu enthaaren, doch heimlich ein Mann? Ist eine Frau weniger wert, wenn sie sich selbstbewusst und sexy zeigt? Wenn sie nackte Haut zeigt? Ein Mann darf das problemlos tun, denn bei ihm wird das nicht als unanständig oder „nicht normal“ angeschaut. Er ist immer noch derselbe wie vorher es sei denn, er hat keinen Six Pack, dann muss er sich schämen, weil oh Gott.. er muss ja trainiert sein, um sexy zu sein. Wohlfühlbäuchlein ist auch bei einem Mann ein No-Go. Er soll ausserdem auch ja keine Gefühle zeigen, weil er nämlich keine haben darf, es sei denn, sie sind romantischer Natur und dienen dem Zweck, eine Frau damit glücklich zu machen. Aber weinen? Nö, darf er nicht. Wir wollen ja schliesslich keine verweichlichten Männer. Wenn wir schon beim Thema weich sind, eine frisch gebackene Mama sollte gefälligst ihren Allerwertesten bewegen und etwas aus ihrem weichen „Post- Pregnancy- Body“ machen, denn.. eine Mama hat immer genug Zeit, sie schmeisst ja nur ein bisschen den Haushalt und Kinder sind ja süss… die geben gar nicht so viel Arbeit.

Ironie aus.

Um ehrlich zu sein, fiel es mir enorm schwer, den letzten Abschnitt zu schreiben, denn ich kann mich noch so anstrengen, diese negative Energie will einfach nicht so recht in meinen Kopf obwohl ich von ihr umgeben bin. Denn sehr viele Menschen haben immer noch das Gefühl, dass sie anderen Menschen sagen müssen, wie sie zu leben haben, was sie essen dürfen, wie viel Sport sie machen müssen, welche Kleider sie nicht anziehen sollten (ihr wisst, Leggins dürfen nur schlanke Frauen tragen), wie sie ihr Privatleben zu gestalten haben (LehrerInnen dürfen auf keinen Fall Selbstdarstellung betreiben)..

.. die Liste ist endlos. Aber wisst ihr was? Lebt euer Leben wie es euch gefällt und probiert euch so wenig wie möglich durch kleinkariertes Denken von anderen einschränken zu lassen. Das Leben ist zu kurz um nicht so zu leben wie man es selbst für richtig hält, oder? Wir würden lieber zuhören und versuchen, uns in den Gegenüber hineinzuversetzen anstatt vorschnell und ohne jegliche Ahnung zu urteilen. Es gibt nämlich viel mehr als nur schwarz oder weiss. Wenn wir mehr Rücksicht, mehr Verständnis und Toleranz zeigen würden, wäre die Welt bestimmt ein Stückchen besser.

Nun würde ich gerne wissen, was euch so richtig auf die Nerven geht. Vielleicht hattet ihr ja nie die Chance, es diesen Menschen persönlich zu sagen und ja, hier könnt ihr nun Luft ablassen! 🙂

p.s hier noch ein paar Fotos von der Selbstdarstellungs- Queen herself!

p.p.s auf dem ersten Bild seht ihr, wie männlich ich sein kann, wenn es um Beinbehaarung geht.


Outfit details

Jacket: Esprit
Blouse: Esprit
Skirt: Esprit
Shoes: Dosenbach


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11 Kommentare

  1. Jessii sagt: Antworten

    Toller Blogpost meine Liebe ❤️
    auch bei dem Thema Männer hast du so Recht! Ich könnte mir manchmal eine Scheibe von meinem Freund abschneiden. Er ist der selbstbewusste Mann den ich jemals getroffen habe. Er ist nicht eingebildet oder arrogant, der ist einfach Selbstbewusst.
    Er hat ein kleines Bäuchlein und ihn stört es überhaupt nicht. Die Leute können sagen was sie wollen, er würde sich niemals verstecken. Das bewundere ich an ihm, weil ich gar nicht so bin. Ihn interessiert es auch nicht, was andere über ihn sagen oder denken..
    Manchmal bin ich selbstbewusst, aber dann sagt mir wieder einer „Warum hast du deine Haare heute so?“ Oder „Du siehst krank aus ohne Make-up!“ Oder oder oder.. das schüchtert mich ein .. UND DAS nervt mich!!
    Ich arbeite daran und werde immer besser aber trotzdem bin ich noch nicht ganz angekommen wo ich gerne sein würde.
    Was mich auch ziemlich nervt ist die Frage „warum lässt du dich so viel Tattoowieren ?“
    „Findest du das schön?“
    „Was machst du wenn du mal alt bist?“
    Ich frag mich dann immer warum man mich sowas fragt.. ob sie haare oder wie ich mein Make-up trage, warum ich tattoos habe. Ich würde einen Menschen nie fragen, warum er genau das gerade trägt oder wieso warum sie heute die Haare so trägt. Oder warum macht der Mann keinen Sport, mag er etwa sein Bäuchlein!?

    Who cares!? – das denke ich mir immer!!

    Ich hoffe dieser Text ergibt irgendwie einen Sinn :’D

    1. Liebste Jessi

      Danke, dass du deine Gedanken mit uns geteilt hast. Ich weiss haargenau wie es dir geht nach solchen Kommentaren geht, denn manchmal lasse auch ich mich kurz einschüchtern wie z.B als ein paar Mitmenschen meinen neuen Haarschnitt bemerkt haben und nur gefragt haben, ob ich die Haare geschnitten hätte und dann nichts mehr kam. Ich dachte kurz auch „hm, vielleicht gefällt es ihm / ihr nicht?“ ABER ES IST SOWAS VON EGAL was andere denken!! 🙂

      You’re right: WHO CARES?

  2. Isabelle sagt: Antworten

    Kleinkariert: es git no es paar schöne Schwizerdütschi usdrück = füdlibürgerisch, bünzlig, tüpflischiiserisch!

    1. Morena sagt: Antworten

      D Schwizer Usdrück sind eh di beschte! Füdlibürgerisch hani nonie ghört, haha 😀

      1. Cinzia sagt: Antworten

        Es ist genauso kleinkariert und uncool, sich über Leute auszulassen, denen kleinkariertes Verhalten unterstellt wird. Vorbilder verhalten sich anders!

        1. Luisa sagt: Antworten

          Man darf sich also nicht darüber auslassen, dass Leute einen zu Unrecht verurteilen, einem oder auch andren Menschen verbieten wollen so sein zu wollen wie man ist, seine Gefühle zeigen zu dürfen?
          Darf sie also nur noch positive Dinge aussprechen und soll das was sie wütend oder traurig macht einfach runterschlucken und sich schlecht fühlen?
          Ich finde, indem sie diese Vorurteile anspricht, verhält sie sich genau so wie ein Vorbild sich verhalten sollte.

  3. Danke, für den tollen Post!<3
    http://www.blogellive.com

  4. Isabelle sagt: Antworten

    E super Blogpost hesch wieder gschribe! Du fingsch eifach immer die richtige Wort. Und d Fotos ersch… wunderschön!

    1. Morena sagt: Antworten

      Merci Isabelle

  5. Selina sagt: Antworten

    Perfekt geschrieben! =)
    Mein Favorit unter meinen persönlichen kleinkarierten Kritiken: Lehrerin mit Tattoos? Geht ja gar nicht!
    Na dann setz ich mal lieber die Leserbrille auf um eurem Klischéebild zu entsprechen, denn sowas ist bestimmt massgebend für einen guten Unterricht 😉
    Den Schülern Werte wie Toleranz vermitteln, aber eine Lehrerin muss bitte einem sehr veralteten Gesellschaftsbild entsprechen…
    Danke für deinen Einsatz Morena <3

    1. Morena sagt: Antworten

      Liebe Selina

      Ja, das ist auch sowas widersprüchliches und doch sooo typisch! Tattoos sind ja nichts schlimmes und ich finde, dass wenn man mit Kindern über die verschiedenen Aspekte spricht, alles in Ordnung ist. Man ist kein schlechter Lehrer, wenn man Tattoos hat.

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